Online Shop SEO: 11 Tipps für nachhaltige Rankings

Sascha Tebben News, SEO 3 Comments

Wir befinden uns im Zeitalter der Online Shops. Gab es vor zehn Jahren nur vereinzelt Plattformen, wie Amazon oder Ebay bei denen die breite Masse bestellte, finden sich heute im Prinzip für jedes vorstellbare Produkt gleich mehrere Online Shops im World Wide Web wieder. Doch wie setzt man sich mit seinen eigenen Produkten gegen die schier endlose Konkurrenz in den Suchmaschinenergebnissen von Google durch? Entdecken Sie unsere 11 SEO Tipps für nachhaltige Rankings für Online Shops!

Der beste Ort eine Leiche zu verstecken? Seite 2 in den Google Suchergebnissen!

1. Keywordrecherche

Finden Sie heraus, für welche Keywords Ihre Kategorie- und Produktseiten überhaupt ranken sollen und benennen Sie sie entsprechend. Gerade wenn ein Online Shop, Produkte, mit fast identischen Namen beinhaltet, macht es Sinn, zu schauen ob es Synonyme hierfür gibt, um eben mehrere Produktanfragen abzudecken. Oft lohnt es sich auch, eine umfangreichere Produktseite zu erstellen und die fast identischen Artikel als Varianten zu erstellen.

Möglichkeiten für eine Keywordrecherche gibt es sehr viele. Auf das genaue Vorgehen und mögliche Tools hierfür gehen wir in den kommenden Wochen in einem weiteren Blogbeitrag genauer ein. Wenn Sie immer über unsere neuesten Beiträge informiert bleiben möchten, klicken Sie unten rechts auf die Glocke und erhalten unsere Push-Nachrichten oder folgen Sie uns auf Facebook!

2. Title Tags

Einer der einfachsten, effektivsten und bei vielen dennoch unbekannten Hebel ist der Title Tag. Wie der Name es bereits verrät, handelt es sich hierbei um den Titel der jeweiligen Seite. Im Rahmen der Keywordrecherche haben Sie herausgefunden, welche Keywords für Ihre Hauptseite, Kategorien oder Produkte wichtig sind. Genau diese setzen Sie jetzt jeweils im Title Tag ganz an den Anfang und schreiben einen aussagekräftigen Title daraus. Google nimmt sich diesen bei der Indexierung ganz besonders zu Herzen. Verkaufen Sie zum Beispiel Katzenfutter in Ihrem Online Shop, dann sollte der Title auch möglichst am Anfang “Katzenfutter online kaufen” enthalten, um ein klares Signal zu senden.

Suchergebnisse (SERPs)

Eine weitere wichtige Eigenschaft des Title Tags finden Sie in den Google Suchergebnissen: Der blaue Text ganz oben ist genau 1 zu 1 der Title Tag der jeweiligen Website. Im Prinzip kennen wir alle also schon viele verschiedene Title Tags ohne dies zu wissen. Neben den relevanten Keywords sollte dieser natürlich auch einen Anreiz schaffen, um angeklickt zu werden. Nehmen wir jetzt wieder das Katzenfutter-Beispiel, könnte der Title “Katzenfutter günstig online kaufen | 25% Rabatt” oder “Vegetarisches Katzenfutter aus kontrolliertem Anbau online kaufen” heißen. Beim ersten Beispiel liegt der Fokus auf dem Preis und beim zweiten auf der Ernährung. Wichtig ist es immer aus den Suchergebnissen hervorzustechen. Analysieren Sie also vorher, was die Konkurrenz macht, beziehungsweise, ob die Konkurrenz die Title Tags überhaupt optimiert. Anschließend müssen Sie sich überlegen, wie Sie Ihre Zielgruppe davon überzeugen Ihr Suchergebnisse anzuklicken.

Beispiel für den Title und die Meta Description der Google Suche nach SEO Oldenburg aus den Google SERPs

Länge

Allerdings sollte der Title Tag eine Länge von ca. 55 Zeichen nicht übersteigen, da diese ansonsten mit (…) abgeschnitten werden. Die genaue Zeichenzahl lässt sich hierbei nicht genau nennen. Google misst die Länge in Pixel. Ein “M” besitzt zum Beispiel mehr Pixel, als ein “l”.

Tipp: Googlen Sie einfach mal “Snippet Generator” und überprüfen Sie hiermit die optimale Länge Ihres Title Tags.

3. Meta Description

Neben dem Title Tag ist die Meta Description einer der entscheidenden Hebel, um Suchende von einem Klick auf Ihr Suchergebnis zu überzeugen. Zwar besitzen diese keinen direkten Einfluss auf die Rankings einer Website, allerdings erscheinen sie direkt in den Suchergebnissen und sorgen mit der entsprechenden Optimierung für eine höhere Klickrate.

Keywords

Integrieren Sie Ihre relevanten Keywords in die Meta Description. Schauen wir uns das Suchergebnis für Tebben Consulting bei der Suchanfrage “SEO Oldenburg” oben erneut an, entdecken wir, dass die abgefragten Keywords “SEO” und “Oldenburg” fett hervorgehoben werden.

Das sticht natürlich in den Suchergebnisse deutlich hervor und sorgt für eine verbesserte Klickrate. Nehmen Sie sich also wieder Ihre Keywordrecherche zur Hand und schauen für welche Keywords Ihre jeweilige Seite ranken soll. Bauen Sie diesen in die Meta Description mit ein.

Sonderzeichen

Auch Sonderzeichen bieten eine gute Möglichkeit hervorzustechen und insbesondere den Suchenden mit Vorteilen einer Bestellung bei Ihnen auf den ersten Blick zu überzeugen.

Fressnapf zeigt in dem Beispiel hierunter gut, welche Vorteile ein Kauf in ihrem Online Shop mit sich bringt. Im Prinzip, alles was ein Käufer erwartet: Schnelle Lieferung, Rabatt und Expertise. Je nach Branche können Sie auch mit anderen

Sonderzeichen in Meta Description bei Fressnapf

Länge

Mit der Länge der Meta Description spielt Google zum Leidwesen vieler SEOs oft. Auch unterscheidet sich die maximale Länge für den Desktop und für die mobilen Suchergebnisse derzeit. Da die mobile Suche allerdings primär auch für Online Shops berücksichtigt werden sollte (siehe Punkt 10), empfehlen wir eine Länge von 220 Zeichen inklusive Leerzeichen nicht zu überschreiten, da die Meta Description ansonsten mit (…) abgeschnitten wird. Also lieber kurz und knackig, als zu lang.

4. Überschriften

Im Quellcode werden Überschriften mit den Tags H1, H2, H3, usw. ausgezeichnet. Jede Seite soll laut Google nur eine H1 besitzen, die klar das Hauptthema der Seite wiedergibt. Der Rekord den ich bei einem Online Shop entdeckt habe, waren 98 H1-Überschriften auf einer Seite. Diese war trotz schwacher Konkurrenz erst auf Seite vier der Suchergebnisse zu finden. Hierbei handelte es sich auch noch um die Startseite der Homepage inklusive Hauptkeyword. Sie können sich den Ärger über die unnötig verlorenen Umsätze hierdurch vorstellen.

Bei den weiteren Überschriften ist ein thematischer, logischer Aufbau sinnvoll. Nehmen wir wieder das beliebte Online Marketing Beispiel Katzen:

  • H1: Katzen
    • H2: Katzenfutter
      • H3: Whiskas
      • H3: Kitekat
      • H3: Sonstiges Katzenfutter
    • H2: Katzenbürste
    • H2: Spielzeuge für Katzen
      • H3: Katzenbabys
      • H3: Elektrische Katzenspielzeuge

Katze als bildliche Untermalung für das SEO Beispiel zu den verschiedenen Headlines

In diesem Beispiel sieht man, dass die Überschriften thematisch aufeinander aufbauen und eine logische Struktur besitzen.

ACHTUNG:Oft nutzen Webentwickler Überschriften aus Designgründen so, wie es gerade gut aussieht. Leider verwirrt ein nicht-logischer Aufbau die Suchmaschinen und führt dazu, dass die Inhalte nicht entsprechend eingeordnet und bewertet werden.

5. URL Struktur

Bei der idealen URL Struktur einer Website scheiden sich die Geister zwar etwas, aber wichtig für einen Shop ist, dass diese sprechend sind. Nutzen Sie nach Möglichkeit keine Produktnummern, irrelevanten Wörter, wie “product” oder “index” oder das Datum der Veröffentlichung in der URL, wenn diese dem Suchenden keine Mehrwerte bieten. Nehmen wir unseren Katzen Online Shop wieder als Beispiel, dann heißt die Domain zum Beispiel “www.katzen.de”. Die Kategorieseite für Katzenfutter sollte dann “www.katzen.de/katzenfutter” oder “www.katzen.de/futter” heißen. Auf Produktebene könnte die URL dann “www.katzen.de/futter/whiskas_vegan_babykatzen” sein. Warum ist das wichtig? Zum einen ist die URL neben dem Title ein wichtiger Rankingfaktor und zum anderen wird diese in den Suchergebnissen auch so ausgespielt. Sucht als jemand nach veganem Babykatzenfutter von Whiskas, sieht unser Beispiel natürlich besser aus, als www.katzen.de/product/233434715.

Beispiele für Standard URLs aus WordPress

6. Unique Content

“Unique Content” bedeutet, dass sich auf einer Website einzigartige Inhalte befinden. Gerade für Online Shops ist das nicht ganz einfach, schließlich müssen oft mehrere tausende Produktseiten gefüllt werden.

Duplicate Content

In großen Online Shops befinden sich in vielen Fällen Texte, die vom Produktlieferanten zur Verfügung gestellt und mit den Produkten zusammen per Schnittstelle hochgeladen wurden. Gehen wir davon aus, dass der Lieferant diese Daten auch anderen Websites zur Verfügung stellt (und das passiert in der Realität hundertfach), die diese ebenfalls “nur” in den Shop hochladen, entstehen viele doppelte Inhalte, sogenannter “Duplicate Content”. Das Problem ist, dass Google in den Top Suchergebnisse möglichst unterschiedliche Inhalte ausspielen möchte, um dem Suchenden die maximale Auswahl anzubieten. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass dies mit kopierten Texten äußerst schwierig sein dürfte.

Der Aufwand, insbesondere für große Shops, ist natürlich gigantisch. Um die Wirtschaftlichkeit hierfür zu ermitteln, empfehle ich einfach aussagekräftige, einzigartige Texte für 20 bis 50 Produkte zu erstellen und SEO-konform einzubauen. Schauen Sie sich die Entwicklung der Umsätze über die organische Suche an. In der Regel stellen wir schnell fest, dass sich Texte, die 100€ pro Produkt kosten, in kurzer Zeit rentabilisieren. Unser Hinweis an der Stelle: Sparen Sie nicht am falschen Ende, die Investition wird sich lohnen!

Doppelt rankende URLs

Oft sehen wir auch, dass sich Shops durch doppelt rankende URLs selber gute Rankings wegnehmen. Diese entstehen in der Regel aus zwei Gründen:

Fiktive Parameter URL von Tebben Consulting als Beispiel

1. Website ist mit und ohne “www” aufrufbar

Grundsätzlich ist es egal ob eine Website mit oder ohne “www” aufrufbar ist, jedoch sollten Sie sich für eine Version entscheiden, da Google diese sonst für zwei unterschiedliche Websites mit gleichen Inhalten hält. Eine sogenannte 301-Weiterleitung in der htaccess sorgt dafür, dass nur eine Variante aufrufbar ist. Unsere Website tebben-consulting.com lässt sich nur ohne “www” aufrufen. Geben Sie www.tebben-consulting.com in den Browser ein, leiten wir Sie automatisch auf die Version ohne weiter.

2. Parameter URL

URLs werden aus unterschiedlichen Gründen Parameter angehängt. Das kann zur Identifizierung eines Shop-Kunden oder für bestimmte Kampagnen sowie Suchen geschehen. Sie erkennen diese daran, dass am Ende der URL ein “?” und anschließend kryptisch wirkende Werte angehängt werden, wie beispielsweise “tebben-consulting.com?c=2”. Diese Parameter sind für die Technik des Shops oder für Auswertung wichtig, allerdings sieht Google dann “tebben-consulting.com” und “tebben-consulting.com?c=2” als zwei unterschiedliche URLs mit gleichen Inhalten. Eine einfache Weiterleitung funktioniert in diesem Fall nicht, da der Parameter ja benötigt wird. Für diesen Fall gibt es zwei Lösung.

Warum ist Duplicate Content schlecht?

Befinden sich die gleichen Inhalte mehrfach auf einer Website, behindert dies die Rankings. Der Wert eines Textes, der zum Beispiel eigentlich auf Platz 1 ranken sollte, aber sich auf zwei URLs auf der eigenen Homepage befindet, wird dann 50/50 aufgeteilt, sodass die Seiten zum Beispiel auf Platz 11 und 12 ranken. Hierdurch gehen viele Umsätze verloren, da diese Plätze essentiell weniger Klicks erhalten als eine Top-Position.

7. Backlinks (externe Links)

Als Backlinks bezeichnet man Verlinkungen von anderen Websites. Diese wertet Google als Empfehlungen und sie gelten als einer der wichtigsten Rankingfaktoren für SEOs. Allerdings sollten Sie immer auf die Qualität achten. Links im Content einer vertrauensvollen Seite bewirken deutlich mehr als ein Footer-Link auf einer Website, die kaum Inhalte besitzt.

Welche Arten von Links es gibt, wie Sie diese erhalten und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in einem späteren Blogbeitrag. Bleiben Sie also am Ball, klicken Sie unten rechts auf die Glocke und erhalten unsere Push-Nachrichten oder liken Sie unsere Facebook-Seite.

8. Interne Verlinkungen

Oft vernachlässigt, dennoch ein mächtiges Werkzeug sind interne Verlinkungen. Überlegen Sie sich, welche Unterseiten besonders wichtig für Ihren Shop sind. Zum Beispiel ein Produkt mit hoher Nachfrage ist natürlich wichtiger als ein kleiner Lückenfüller. Dementsprechend sollte Ersteres über die Seite verteilt mehr interne Links erhalten. Google erhält hierdurch das Signal, dass die Produktseite wichtiger ist als andere Seiten mit weniger internen Links.

9. Ladezeit

Page Speed Test Google Beispiel mit mittelmäßiger Ladegeschwindigkeit

Insbesondere im mobilen Zeitalter wird die Page Speed (Ladezeit einer Website) immer wichtiger, da über das mobile Internet natürlich nicht unendlich große Seiten problemlos geladen werden können. Insgesamt gilt aber auch für Desktop PCs oder Laptops, dass eine zu langsame Website durchaus zu einer höheren Absprungrate führt. Mit dem von Google zur Verfügung gestellten Page Speed Test, erfahren Sie, wie schnell Ihre Seite ist und welche Optimierungsmöglichkeiten bestehen. Durch unsere schnelle und hektische Zeit verliert der Mensch immer mehr an Umfang seiner Aufmerksamkeitsspanne. Je länger etwas dauert, desto wahrscheinlicher ist es, dass es ihn nicht mehr interessiert. Man spricht davon, dass Websitebesucher im Schnitt bereits nach vier Sekunden wieder abspringen, falls sie nicht die gewünschte Information finden. Stellen Sie sich vor, Ihre Seite lädt davon bereits mehr als drei Sekunden, bevor die Suche auf der Seite überhaupt beginnt.

10. Mobile Besucher

Viele Shopbetreiber meinen, dass Kunden nur auf dem Desktop bei Ihnen kaufen. Das mag teilweise stimmen, aber Halbwissen gilt eben auch jeher als gefährlich. Es lohnt sich also, unsere Argumente für die Optimierung der mobilen Website für sich sprechen zu lassen.

Die Suche beginnt auf dem Smartphone

Die erste Suche nach einem Produkt findet in den meisten Fällen auf einem Smartphone statt. Lädt eine Seite nicht schnell genug, springt der Suchende ab (falls die Website überhaupt entsprechend gut ranked). Der Erstkontakt geht zusammen mit dem potentiellen Kunden verloren. Nur auf den Kauf zu achten, stellt sich daher als sehr kurzsichtig heraus.

Mobile First Index

Google arbeitet derzeit am sogenannten “Mobile First Index”. Was dieser genau bedeutet, wurde zwar noch nicht kommuniziert, aber es ist davon auszugehen, dass Websites mit guter mobiler Version hieraus klare Vorteile erhalten.

Ein Beispiel für mobile Besucher eines Online Shops auf dem Smartphone

Schlechte mobile Usability

Viele Bestellprozesse lassen sich auf mobilen Endgeräten extrem schwierig bedienen. Das sorgt natürlich für eine hohe Absprungrate. Probieren Sie doch mal eine Testbestellung in Ihrem Shop auf Ihrem Smartphone aus und überlegen Sie, ob diese gut war oder was Sie hier optimieren möchten.

Der Trend geht in Zukunft auf jeden Fall immer mehr in Richtung mobile Käufe, da die Menschen dem Smartphone oder Tablet immer mehr vertrauen und oft keinen Laptop mehr besitzen oder es eben einfacher ist, mit dem Gerät zu bestellen, welches gerade zur Hand ist.

11. User-generated Content

Lassen Sie Ihre Kunden selber Inhalte für die Website erstellen. Mit einfachen Funktionen, wie Kundenrezensionen oder Fragen und Antwort Feldern entsteht, ohne großen Mehraufwand, sogenannter User-generated Content.

Das beste Beispiel hierfür ist Amazon. Der Online Shop Gigant sammelt seit Jahren als Teil der SEO-Strategie fleißig Rezensionen. Neben dem tollen Effekt, dass neutrale Meinungen großartige Überzeugungsarbeit beim Kunden leisten, schreiben die Käufer eben thematisch relevante Inhalte. Google selber sagt immer wieder, dass Relevanz ein immer wichtiger Faktor bei der Bewertung Websites ist. Setzen Sie also auf diesen kleinen, aber einfachen Hebel.

Online Shop SEO ist nicht einfach

Viele der Maßnahmen lassen sich ohne entsprechendes Wissen oder einen Entwickler leider nicht so einfach umsetzen. SEO ein großes Mosaik aus vielen kleinen Maßnahmen. Überlegen Sie sich, was Sie selber umsetzen können und wo Hilfe benötigt wird. Sie stellen sicher schnell erste Erfolge fest. Für den Rest stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Fragen, Ideen oder Anmerkungen? Schreiben Sie uns einen Kommentar!

10 Dinge die, … Sie bei Ihrem Instagram Kanal beachten sollten

Sascha Tebben Facebook, Instagram Leave a Comment

Soziale Medien spielen in unserem privaten sowie beruflichen Alltag eine immer größer Rolle. Längst haben wir unsere “Lieblingsplattform” gefunden, welche am besten zu unserer Person passt. Die Business Netzwerker finde ich auf Xing und LinkedIn, die Foto- und Filter-Verrückten auf Instagram und alle, die Inspirationen in Fashion, Architektur, Do-It-Yourself und Co. suchen, sind auf Pinterest angemeldet. Facebook als Spitzenreiter haben die meisten von uns auch, nutzen es heute aber anders als noch vor 1-2 Jahren. Die Netzwerke entwickeln sich weiter, genau wie unsere Ansprüche an die Kanäle. In diesem Blogbeitrag legen wir den Fokus heute auf Instagram, denn die Plattform der Fotofilter rückt immer mehr in den Mittelpunkt von Unternehmern und Marketingverantwortlichen. Es reicht je nach Zielgruppe längst nicht mehr, eine Facebook Seite mit Inhalten zu bespielen, auch Instagram Content muss her. Wie der im besten Fall aussehen soll, worauf man achten muss und wie man mit Hashtags (#) umgeht, erfahren Sie in unseren 10 Tipps!

“Visible inspiration leads to visible action”

1. Der eigene Stil

Ganz egal ob Sie für Sich privat oder für ein Unternehmen den Instagram Kanal pflegen: versuchen Sie einen eigenen Stil zu finden. Sind die Bilder sehr seriös oder eher menschlich-authentisch? Was soll der Kanal verkörpern? Wenn diese Fragen beantwortet sind, ist der erste Schritt geschafft. Natürlich ist es auch wichtig herauszufiltern, was der Mehrwert für Follower sein soll. Dies kann sein, dass ich bei Ihrem Kanal gut über ein bestimmtes Thema informiert werde, Inspirationen sammle oder auch über Instagram einen tollen Einblick in die verschiedenen Bereiche Ihres Unternehmens erhalte. Arbeiten Sie kreativ? Haben Sie besonders spannende Projekte? Ein stylisches Office? Zeigen Sie es Ihren Followern!

2. Die Bild-Qualität

Auch bei Instagram gilt: Qualität statt Quantität. Natürlich sollte Ihr Kanal eine Regelmäßigkeit an Postings aufweisen, aber nur um etwas zu posten ist es nicht empfehlenswert die Qualität der Fotobeiträge aufs Spiel zu setzen, dann lieber für den nächsten Tag etwas planen. Generell sollten Sie bei den Fotos darauf achten, dass sie nicht verpixelt, zu dunkel oder schief sind, wenn man einen Horizont sieht. Diesen können Sie zur Not noch in Instagram etwas begradigen. Ästhetik und Ausrichtungen sind die halbe Miete. Oftmals tut es einem Kanal gut, einen gesunden Mix aus detailreichen Fotos und Gesamteindrücken zu kreieren.

Quelle: @adidasneo auf instagram.com

3. Der Hintergrund

Oft unterschätzt und doch so wichtig: der Hintergrund Ihrer Bilder sollte immer gut gewählt sein. Er verleiht Ruhe und Form zugleich. Die Tiefenschärfe in Bildern fokussiert die Person oder das Produkt und sorgt gleichzeitig dafür, dass Ihr Bild professioneller wirkt. Zu unruhige Bilder erwecken schnell den Eindruck, dass ein
Bild in Eile und weniger mit Bedacht geknipst wurde, daher nehmen Sie sich besser Zeit, den richtigen Hintergrund zu wählen, um Ihre Message zu unterstreichen. Übrigens: Schon längst sind es nicht mehr nur teure Spiegelreflexkameras, welche Tiefenschärfe zaubern. Auch iPhone & Co. schaffen tolle Effekte mit dem Smartphone. 

Ein Beispiel für die optimal genutzte Schärfe auf Bildern bei Instagram

4. Die Belichtung

Genauso wichtig wie der Hintergrund ist die richtige Belichtung Ihrer Bilder. Versuchen Sie am besten Tageslicht zu nutzen. So meistern Sie bereits die Hürde der Färbung von Fotos. Glühbirnenlicht färbt Ihre Objekte warm-gelblich, während Tages- und Neonlicht eher einen Blaustich haben. Aus dieser Belichtung lässt sich später viel mehr machen, sollten Sie Ihre Bilder nachbearbeiten. Eine einheitliche Färbung wirkt sehr viel professioneller und stimmiger auf Follower, die Ihren Kanal besuchen. Generell ist es wichtig zu bedenken, dass das einzelne neue Bild zwar im Feed alleine erscheint, doch das Gesamtbild zusammenpassen muss.

Beispiel für gute Belichtung eines Bildes auf Instagram

Quelle: @westwingde auf instagram.com

5. Der richtige Zuschnitt

Instagram zeigt im Kanal-Überblick Ihre Bilder quadratisch an, aber es ist längst nicht mehr so, dass auch nur Quadrate hochgeladen werden können. Achten Sie darauf, dass wenn ein Bild quadratisch zugeschnitten wird, das wichtigste Detail noch gut zu erkennen ist. Falls Sie mal gar nicht möchten, dass ein Teil im Gesamtüberblick abgeschnitten wird, gibt es Apps wie “Instasize”, die Ihren Bildern Rahmen und Ränder verleihen. Wir raten allerdings, nicht zu oft Rahmen zu verwenden (oder wenn, immer mit gleichen Maßen), um Unruhen zu vermeiden.

6. Die Filter

Instagram bietet eine große Auswahl an Filtern, welche man über die eigenen Fotos legen kann. Inzwischen ist es auch möglich, die Intensität des Filters zu senken und noch eigene Korrekturen vorzunehmen. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass die Qualität der Bilder nicht zu sehr unter der vielen Nachbearbeitung leidet und manchmal – ist weniger mehr. Ratsam sind besonders kleine Korrekturen an Helligkeit und Kontrast sowie die Nachbereitung der Bildtemperatur. Manchmal lassen sich auch mit der Vignette (dunkler, weicher Bildrahmen) tolle Effekte erzielen. Erfolgreiche Instagram Kanäle mit einheitlichen Inhalten empfehlen auch, für jedes Bild die gleichen Bearbeitungsschritte oder Filter vorzunehmen und nur Kleinigkeiten nachträglich anzupassen. Hier hilft es auch, sich einfach auszuprobieren. Ihre Bilder müssen Sie natürlich nicht nur mit Instagram bearbeiten. Apps wie “Facetune”, “VSCO” und “Snapseed” helfen ebenfalls dabei.

Screenshot der Filter auf Instagram

7. Instagram #Hashtags

Anders als bei Facebook werden bei Instagram die Bilder mit Hashtags (#) versehen. Man kann sie zur Suche von Inhalten nutzen und sie dienen einfach gesagt der Kurzbeschreibung und Kategorisierung von Bildern. Unter das Foto eines Apfels können Sie also zum Beispiel #Apfel #apple #fruit #healthy schreiben. So finden alle, die auf der Suche nach Obst, gesundem Essen und Apfel-Fotos sind, das Bild. Englische Hashtags sind etwas allgemeiner und werden daher gerne verwendet und gesucht, um sich nicht nur auf Deutsche Ergebnisse zu beschränken. Wir empfehlen ca. 5 Hashtags, die gut beschreiben, worum es auf Ihrem Bild geht oder in welche Kategorie Ihre Inhalte fallen. Zum Beispiel #fashion #food #work #office #fitness #socialmediamanagement etc. und insgesamt maximal 10 Hashtags, damit es nicht unprofessionell oder verzweifelt wirkt. Was Sie noch tun können, um auf Marken, Mitarbeiter oder weitere Produkte auf dem Bild hinzuweisen und dadurch Reichweiten zu generieren, sind Markierungen auf den Fotos wie hier im Beispiel:

Beispiel für Hashtags auf dem Bild auf Instagram

Quelle: @laurenconrad auf instagram.com

8. Der richtige Zeitpunkt

Eine der häufigsten Fragen an uns Social Media Berater ist “Wann wäre die beste Zeit zum Posten eines Beitrags?” und jedes Mal antworten wir, dass der beste Zeitpunkt dann ist, wenn auch Ihre Zielgruppe online ist. Statistiken versuchen eine Uhrzeit heraus zu kristallisieren und so heißt es oftmals, dass Bilder, die zwischen 6 und 9 Uhr ODER zwischen 17 und 20 Uhr online gegangen sind, am erfolgreichsten performen. Sind Sie allerdings ein Bäcker, der seine spannendsten Kreationen um 5 Uhr morgens zaubert, inspirieren Sie Ihre Zielgruppe vielleicht gleich nach dem Aufstehen. Es ist also wirklich sehr individuell und am besten hilft hier Geduld und Ausprobieren.

9. Netzwerken im Netzwerk

Sie wünschen sich Likes, Follower und eine aktive Community? Da sind Sie nicht allein! Instagram ist ein großes Netzwerk und Sie teilen sich Ihre Aufmerksamkeit mit vielen anderen Seiten. Folgen Sie ein paar spannenden Seiten und hinterlassen Sie Gefällt-mir-Angaben, damit Menschen auch Ihren Kanal sehen. Doch Vorsicht: Achten Sie darauf, Glaubwürdigkeit zu wahren und liken Sie nur, was Sie auch anspricht. “Like for Like”-Bettler kommen nicht gut an! Noch ein guter Hinweis ist es, die Community mit einzubeziehen, wenn Sie Bilder veröffentlichen. Stellen Sie eine Frage und zeigen Sie Ihren Followern, dass ihre Meinung für Sie oder Ihr Unternehmen wichtig sind. So schaffen Sie Interaktion, Reichweite und einen interessanten Austausch. Positive Kommentare unter Bildern sollten Sie besonders viel Aufmerksamkeit schenken, sich bedanken und ein Herz verteilen – das motiviert!

10. Die Instagram Story

Die Zeit reicht nicht für einen perfekt geplanten Beitrag, aber es passieren am laufenden Band spannende Dinge in Ihrem Alltag oder Unternehmen? Dann packen Sie diese doch in die Instagram Story! Dort können Sie verschiedene Inhalte mit kurzen Videos, Boomerangs (Dauerschleifen-Clips) und Fotos mit Text und Effekten kombinieren. Probieren Sie es einfach aus, Instagram bietet viele Möglichkeiten und eine tolle Plattform, um Ihre Zielgruppe zu erreichen!

Beispiel der angezeigten Stories in der Instagram App

Fragen & Hilfe zu Instagram

Eine persönliche, individuelle Beratung und ein motiviertes Team zur Unterstützung Ihres Kanals finden Sie natürlich auch bei Tebben Consulting, also lernen Sie uns gerne kennen. Hinterlassen Sie uns einen Kommentar hierunter oder melden Sie sich direkt per Telefon oder E-Mail bei uns!

Beeinflusst Social Media SEO-Rankings?

Sascha Tebben Facebook, SEO Leave a Comment

Google und Facebook dominieren den weltweiten Werbemarkt. Rund 70% der weltweiten, digitalen Werbebudgets gehen an diese beiden Unternehmen. Doch beeinflussen sich Maßnahmen in diesen beiden Vermarktungskanälen eigentlich auch gegenseitig? In diesem Fall nehmen wir die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Facebook als Stellvertreter für Social Media genau unter die Lupe.

Was sind Social Signals?

Ein Beispiel für Social Signals auf Facebook

Social Signals oder zu Deutsch soziale Signale von Facebook sind einfach gesagt “Gefällt mir”-Angaben, Kommentare oder das Teilen eines Beitrags. Wir können hierunter sicherlich auch das Posten eines Links zu einem Beitrag auf einer Website zählen. Hier schließt sich dann auch der Kreis zu den organischen (nicht bezahlten) Suchergebnissen bei Google. Schließlich sind Backlinks der stärkste OffPage-Rankingfaktor. Müssten diese von einer so starken Website wie Facebook nicht einen immensen Einfluss auf die Suchergebnisse meiner eigenen Seite besitzen?

Besitzt Facebook direkten Einfluss auf SEO?

Google und Facebook: Partner oder Konkurrenten?

Insgesamt hält sich Google bezüglich dieser Frage sehr bedeckt, verneint dies im Subtext jedoch zumeist. Aussagen, wie “am meisten überschätztes Rankingkriterium” (Matt Cutts), lassen darauf schließen, dass Google Social Signals nicht oder nur minimal bewertet. Wir gehen sogar weiter und behaupten: Google will diese auch überhaupt nicht bewerten! Oder wer glaubt wirklich daran, dass sie den großen Konkurrenten Facebook massiv fördern wollen, indem Social Signals eine große Bedeutung erhalten? Wir nicht! Zudem dürfte sich die technische Umsetzung derzeit als relativ schwierig gestalten, da ja auch weitere Signale, wie Kommentare, Likes oder Shares gewertet werden müssen, um die Qualität der Backlinks zu ermitteln.

Doch warum hält sich Google dann so bedeckt und redet nicht einfach tacheles? Die organischen Suchergebnisse sollen maximal neutral sein und einfach nur die besten Websites für die jeweiligen Suchanfragen wiederspiegeln. Würden konkurrierende Websites, wie zum Beispiel Facebook, benachteiligt werden, müsste sich Google die Frage nach der eigenen Glaubwürdigkeit gefallen lassen. Aus diesem Grund dürfte es auch in Zukunft keine deutliche Auskunft hierüber geben.

Wo beeinflusst Social Media die organischen Suchergebnisse positiv?

Bei Suchanfragen, die die jeweilige Brand beinhalten, erscheint die Facebook-Seite der Marke bei entsprechender Größe an zweiter Stelle hinter der eigenen Website. Hier gibt es zwei Faktoren, die ihrem Unternehmen großes Vertrauen aus Sicht des Suchenden schenken.

Das Suchergebnis der Facebook Seite von Tebben Consulting, nachdem nach Tebben Consulting gesucht wurde.

  1. Sterne-Bewertungen: Kunden und Fans der Marke bewerten die jeweilige Facebook Seite mit einem (schlecht) bis fünf (fantastisch) Stern(en). Dieses Ergebnis, inklusive der Anzahl der Bewertungen, zeigt dem Suchenden, dass es sich um ein echtes Unternehmen mit (hoffentlich) positivem Kundenfeedback handelt. Übrigens ist es oft besser, auch mal eine Bewertung unter fünf Sternen zu erhalten. Dies überzeugt Kunden, dass die Rezensionen authentisch sind und echte Erfahrungen mit der Marke widerspiegeln. Schließlich machen User im Netz eher ihrer Wut Luft, als dass sie etwas Positives anmerken und am Ende des Tages verleihen ein oder zwei negative Feedbacks so der Facebook Seite Authentizität und Glaubwürdigkeit. Gleichermaßen ist es für potenzielle Kunden interessant, wie das jeweilige Unternehmen auf negative Bewertungen und Kritik reagiert. Hier ist Spielraum, um zu beweisen, dass der Kunde König ist und die Kritikfähigkeit überwiegt.
  2. Anzahl “Gefällt mir”-Angaben: Besitzt eine Facebook Seite nur fünf oder zehn Fans, so sagt das natürlich nur sehr wenig über das Unternehmen aus. Hat die Seite jedoch 500 Follower oder mehr, dann sieht der Suchende, dass die Marke bekannt ist und eine Community besitzt.

Es gab in der Vergangenheit imme wieder Studien, die versucht haben, Social Signals einen direkten Einfluss auf die Rankings der organischen Suche nachzuweisen, doch schaut man sich diese genauer an, stellt sich schnell heraus, dass der Einfluss meist bekannte Marken trifft, die eben auch eine extrem große Fanbase besitzen. In der Regel lässt sich dies dann auf die oben genannten Gründe zurückführen.

Fazit

Auch wenn Facebook und SEO nicht direkt Hand in Hand gehen, erhöht eine professionell geführte, gut gefüllte Fanpage mit Followern und Interaktion das Vertrauen in die jeweilige Marke extrem. Gute Markenbildung versorgt Unternehmen zudem nicht nur mit Neukunden, sondern besitzt den Effekt, dass wiederkehrende Abnehmer einen Großteil des Unternehmenserfolgs ausmachen.

 

Ihre Räumlichkeiten in 360°

Sascha Tebben Google Local Leave a Comment

Kennen Sie das Gefühl, vor einem Besuch in einem Restaurant oder vor dem Friseurtermin gerne einen Einblick in die Geschäftsräume zu erhaschen? Einfach, um zu schauen, was auf einen zukommt? Mit den in Google einbaubaren 360° Fotos ist dies kein Problem mehr. Sie müssen keine Hemmschwelle mehr überwinden und sind nur einen Mausklick davon entfernt, sich einen ersten Eindruck zu machen.

Das richtige Gerät

Wir von Tebben Consulting nutzen verschiedene Produkte für unsere 360° Fotos. Darunter befinden sich gängige Kameras, wie die Samsung Gear und die Ricoh Theta S aber auch die etwas teurere Profi-Variante: die Panono Kamera in Form eines Balls mit ganzen 108 Megapixeln. Auch Spiegelreflexkameras kommen gelegentlich zum Einsatz. Die Kameras, welche auch Videos in 360° ermöglichen, sind schnell und haben eine handliche Größe. Allein die Theta S kann Videos mit einer Länge von 25 min. aufzeichnen. Normale Standbilder von schönen Erinnerungen lässt die 360° Funktion lebendig wirken und die Betrachter in die Welt des Bildes eintauchen.  

Wieso Sie nicht auf 360° verzichten können

Die Eyecatcher in 360° sind vor allem deshalb so notwendig, weil Besucher Ihrer Website die Möglichkeit haben, den Raum bis ins Detail kennenzulernen. So verbringen sie deutlich mehr Zeit auf Ihrer Online Präsenz, was Google positiv bewertet und Ihre Seite eher anzeigt. Noch dazu wirkt Ihre Seite ansprechender und innovativer für die Betrachter.

Potenzielle Kunden können sich durch die 360° Fotos ein noch besseres Bild vorab von Ihrem Unternehmen machen. Schon im Vorfeld gewinnt man einen guten Eindruck von Ihren Räumlichkeiten und auch vom Team, sofern sie sich ablichten lassen. Statistiken belegen, dass durchschnittlich 41% der Google-Suchvorgänge zu einem Besuch vor Ort führen. Für die Suchmaschine sind 360° Fotos sehr wichtig, da sie die Suche nach dem richtigen Dienstleister für potenzielle Kunden vereinfachen und kreativer gestalten. Sie haben als Unternehmer die Chance, Ihre 360° Aufnahmen im Google MyBusiness Verzeichnis zu platzieren und somit auf Sie aufmerksam zu machen. Auch für Facebook sind die beweglichen Aufnahmen bestens geeignet und bieten Ihnen neuen, spannenden Content für Ihre Facebook Fanpage. Die 360° Videos lassen sich hier ebenso hervorragend einbinden und es macht Spaß, sich darin zu drehen, um die Räumlichkeiten wirken zu lassen.

Psychologischer Effekt

Der Betrachter der Fotos und Videos kann sich ganz einfach mit der Maus in verschiedene Richtungen und um die eigene Achse drehen. Dies verleiht ihm oder ihr das Gefühl, direkt vor Ort zu sein. Positiv ist daran, dass man sich beim Besuch der eigentlich unbekannten Räumlichkeiten direkt wohler fühlt – als wäre man schon einmal dort gewesen. Die noch anfängliche Scheu verschwindet, was sich auf den ersten Eindruck Ihres Unternehmens auswirkt. Wir finden: schon dieser Effekt ist es wert, sich mit den 360° Fotos zu befassen. Sie werden positives Feedback bekommen!

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Mehr als ein Fotoalbum

Sascha Tebben Facebook Leave a Comment

Mehr als ein Fotoalbum

Facebook hält mal wieder eine Veränderung für uns Nutzer bereit! Diesmal hat es das kalifornische Unternehmen auf die Facebook Fotoalben abgesehen und sich eine neue Art überlegt, diese gemeinsam mit anderen Facebook Freunden zu nutzen. Auch sollen die Alben nicht mehr nur der sortierten Ablage von Fotos dienen, sondern eine Art themenbezogenen Ordner für Inhalte darstellen. Neben den Fotos wird man zukünftig also auch Videos, Textbeiträge, Check-Ins und sonstige Formen von Beiträgen dort abspeichern.

Ein gemeinsames Projekt

Weiterhin ist es möglich, auf einfachem Wege Facebook Freunde als Mitwirkende zu dem jeweiligen Album hinzuzufügen. Sie können so ebenfalls dort Inhalte ablegen und beispielsweise das themenbezogene Album füllen. Diese neue Form der Facebook Fotoalben erinnert ein wenig an die Plattform “Pinterest”,welche ebenfalls Bilder, Links, Artikel und Videos auf einer themenbezogenen Seite, der “Pinnwand” abspeichert und so eine Art Moodboard darstellt. So können Inspirationen gesammelt oder Themen mit breiten Informationen aufgearbeitet werden. Dies könnte uns einige Bereiche im Alltag vereinfachen, zum Beispiel für eine Braut, die das Album mit ihrer Trauzeugin teilt und gemeinsam mit ihr dort Hochzeitsinspirationen sammelt oder für uns als Social Media Team, die in einem Album alle neuen wichtigen Features ansammeln. Auch Gruppenarbeiten von Studierenden können über die Alben als Projekte angelegt und natürlich gemeinsame Urlaube mit Freunden in einem gemeinsamen Album verewigt werden.

An die Moodboards, fertig, los…

Das Update ist nun zunächst für Desktop-, und Android-Nutzer funktionsfähig, bevor auch die lieben iOS-Nutzer ihre Alben und Projekte bei Facebook gestalten können. Wir sind gespannt auf die neuen Funktionen und teilen gerne nach der Testphase unsere Erfahrungen mit Euch!

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Facebook: Neue Features für Jobbörsen

Tibor Hintz Facebook Leave a Comment

Beispiel Jobbörse Facebook

Noch erhalten deutsche User nur eine Fehlermeldung. Aber in den USA, Kanada und in den Niederlanden gibt es erste Ergebnisse bei der Jobsuche auf Facebook (Bsp.: Standort Amsterdam oder New York): https://www.facebook.com/jobs/?source=bookmark.

Wer heute Talente und neue Mitarbeiter sucht, nutzt dafür zahlreiche Stellenmärkte, Netzwerke wie LinkedIn oder die Jobbörse der Arbeitsagentur. Jobgruppen bei Facebook zeigen aber, dass hier Arbeitgeber und Arbeitsuchende schnell zusammenfinden. Ein Beispiel dafür ist die Gruppe „Jobs in Oldenburg“ mit mehr als 11.000 Mitgliedern – trotz der regionalen Beschränkung. Schwerpunkt dieser Gruppen sind geringqualifizierte Jobs und die hat jetzt auch Facebook im Blick. Rund 40 Prozent der kleinen Unternehmen in den USA hätten große Probleme, Stellen zu besetzen. In den USA und in Kanada wurde das neue Feature für Stellenangebote und Arbeitsplatzsuche bereits gestartet. Wann es für Deutschland verfügbar sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Jobbörse leicht gemacht

Facebook teilt mit, dass es für Unternehmensseiten unkompliziert sei, kostenlos eine Jobbörse zu erstellen und direkt mit den Bewerbern zu kommunizieren. Das Formular ähnelt der Eingabemaske zur Erstellung von Facebook-Angeboten. Text, Foto (Bildformat wie Link-Post / siehe Blogbeitrag), Jobtitel, Beschäftigungsort, Arbeitszeiten, Bezahlung und Beschreibung können in die vorgegebenen Felder eingegeben werden, Dropdowns erleichtern das Ausfüllen. Nach der Veröffentlichung eines Jobs sind die Seiten-Admins in der Lage, Bewerbungen, die im Posteingang der Seite zu finden sind, zu überprüfen und die Bewerber über den Messenger oder per E-Mail zu kontaktieren – beispielsweise für mehr Informationen wie Lebensläufe und Zeugnisse etc. Nach 30 Tagen wird das Stellenangebot automatisch gelöscht, es sei denn, es wird verlängert. Die Verbreitung kann mit einem entsprechenden Werbebudget forciert werden. „Und wie bei anderen Beiträgen können Sie Jobbeiträge steigern, um ein größeres oder relevanteres Publikum zu erreichen“, so Facebook.

Landingpage der Jobbörse von Facebook

Vorteile für Bewerber

Jobbeiträge erscheinen – wie andere Posts auch – im Newsfeed, aber auch unter dem neuen Job-Lesezeichen oder auf den Unternehmensseiten. Über die Funktion „Jetzt bewerben“ öffnet sich ein Formular, das bereits Informationen aus dem Facebook-Profil enthält und vor dem Versand an den Arbeitgeber bearbeitet werden kann. Tipp: Die Unternehmen können selbstverständlich die Facebook-Profile der Bewerber sehen. Also vor der Bewerbung noch einmal den eigenen Auftritt durchschauen oder die Privatsphäre-Einstellungen entsprechend ändern.

Jobs können bei facebook.com/jobs oder über das Job-Lesezeichen auf dem Desktop oder Smartphone gefunden werden – dieses Feature wird in Deutschland allerdings noch nicht angeboten.

Mehr Informationen inklusive Erklärvideo: https://www.facebook.com/business/news/take-the-work-out-of-hiring

Mobile Ansicht der Facebook Jobbörse

Die Stellenangebote werden auch über die Facebook-App zu finden sein. Foto: Facebook

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Facebook Bilder: Perfekte Größe für den guten Auftritt

Sascha Tebben Facebook Leave a Comment

Während unserer Facebook Seminare und Facebook Workshops stellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder die Frage nach den perfekten Fotogrößen für die eigene Facebook-Seite. Weil der erste Eindruck zählt, wünschen sich viele Admins einen tadellosen Auftritt. Das ist wegen der unterschiedlichen Endgeräte gar nicht so einfach. Beispielsweise ist ein einheitliches Zusammenspiel von Titel- und Profilfoto kaum möglich. Einige Hinweise und Tipps in Sachen Größe und Format haben wir hier für Euch zusammengestellt.

Das Titelfoto (Coverfoto) bei Facebook

Facebook Größen: Titelbild und Profilbild GrößenDas Titelfoto ist bei Facebook eines der ersten Dinge, die die User sehen, wenn sie auf die Facebook-Seite kommen. Wenn …, denn damit geht es schon los: Weit mehr als 90 Prozent aller User sehen die Fotos lediglich in ihrem Newsfeed und gehen nicht auf das Profil bzw. die Seite. Superperfekt muss es also nicht passen, aber ein Hingucker sollte es allemal sein!

Titelfoto Größe

Das Titelfoto bei Facebook wird in einer Größe von 828 x 315 Pixel auf Computern dargestellt, auf dem Smartphone mit 640 x 360 Pixeln. Die Mindestabmessungen betragen 399 x 150 Pixel. Bei Fotos im JPG-Format ist die Dateigröße egal, denn Facebook komprimiert die Bilder. Dieses Format bietet die schnellste Ladezeit. Mit PNG-Dateien, die unter 1 MB Dateigröße bleiben, erreicht man die beste Qualität. Das bietet sich beispielsweise bei Fotos an, in denen ein Logo integriert ist. Sind sie über 1 MB groß, werden sie allerdings wieder ins JPG-Format umgewandelt.

Größen Empfehlung

828 x 315 Pixel, PNG-Datei, unter 1 MB Dateigröße
640 x 360 Pixel (wenn das Foto oben und unten beschnitten werden darf).
851 x 315 Pixel (wenn das Foto rechts und links beschnitten werden darf).

Facebook Profilfoto

Wichtiger als das Titelfoto ist das Profilbild. Es ist neben jedem Post zu sehen und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Das hochgeladene Foto wird von Facebook verkleinert. Deshalb sollte besonders auf die Lesbarkeit von Details wie z.B. Schrift geachtet werden.

Empfehlung Profilfoto Größe

1200 x 1200 Pixel, quadratisch (Computerdarstellung: 160 x 160, Smartphones: 140 x 140 und Handys 50 x 50 Pixel)

Veranstaltungsfoto

Wurde das Hauptfoto für eine Veranstaltung zugefügt, kann es in der Größe nicht mehr verändert werden. Weitere Fotos und Videos können zugefügt werden.
Empfehlung
1920 x 1080 Pixel

Bildgrößen für WerbeanzeigenFacebook Seite Bildgrößen Titelbild Profilbild Veranstaltungsbild Werbeanzeigenbild

Werbeanzeigen im Karussell mit drei bis fünf Fotos
Empfehlung
600 x 600 Pixel
Facebook empfiehlt hier wenig Text zu verwenden.

Bildpost

Wenn Bilder gepostet werden, die größer als 1200 x 900 Pixel sind, werden sie beschnitten. Das gilt auch für den Text von Werbeanzeigen, wenn er mehr als 90 Zeichen enthält.

Empfehlung

1200 x 900 Pixel
Das Bild sollte nicht mehr als 20 Prozent Textbotschaft enthalten.

Posts von Links

Empfehlung
1200 x 628 Pixel
90 Zeichen Text
25 Zeichen Überschrift
30 Zeichen Link-Beschreibung

Posts von Videos

Empfehlung
1200 x 675 Pixel für Videos und Thumbnails, Bild: 16:9
Dateigröße: max. 1,75 GB
Filmlänge: max. 45 Minuten
90 Zeichen Text

Gut zu wissen

Der Bildinhalt bestimmt das Format.
Textbotschaften auf Titelbildern sind erlaubt.
Wenn die empfohlenen Größen bei Posts mit Fotos, Links und Videos eingehalten werden, passt Facebook die Werbeanzeigen automatisch an.
Auf einfachen Handys wird das Titelfoto nicht angezeigt.
Ein Foto kann nach dem Hochladen in voller Auflösung als Titelbild in der Position angepasst werden.
Die Mehrheit der User nutzt Facebook mobil. Deshalb sollte das Titelbild hier perfekt aussehen.

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Gesponserte Beiträge bei der Facebook Fanpage nachträglich bearbeiten: So geht’s!

Sascha Tebben Facebook Leave a Comment

FacebookBeitragBlog

Sie kennen das!
Sie haben einen Beitrag geplant und wollen ihn nachträglich bearbeitet. Im Normallfall zeigt er Ihnen nicht mehr wie gewohnt die Option “Bearbeiten” an – oder er ist ausgegraut. Viele Menschen mit denen wir gesprochen haben, ärgern sich darüber, weil sie z.B. einen Rechtschreibfehler entdeckt haben, oder sie den Bildupload in ein bestimmtes Album verschieben wollen. Das liegt tatsächlich daran, dass der Beitrag an sich ja beworben wurde.

Auf folgende Aussagen haben wir nicht nur die richtige Antwort, sondern auch die passende Lösung parat:
“Aber der Beitrag wurde doch abgelehnt und somit gar nicht beworben.”
“Der Beitrag wird ja gar nicht mehr beworben, die Laufzeit ist doch schon um.”
“Das Bewerben auf den Beitrag wurde von mir pausiert bzw. inaktiv gesetzt.”

Alles richtig! Und alle drei Aussagen haben sogar etwas gemeinsam: Sie sind nach wie vor im Werbeanzeigenmanager. Egal ob ein Beitrag inaktiv/pausiert ist – oder er abgelehnt wurde – oder die Laufzeit der Bewerbung abgeschlossen ist. Die “Aufgabe” an sich ist noch immer im Werbeanzeigenmanager – und so lange diese dort noch ist, kann der Beitrag auch nicht bearbeitet, verschoben oder ähnliches werden.

Und hier kommt die Lösung
Gesponserte Beiträge bei der Facebook Fanpage nachträglich bearbeiten: So geht’s!

1. Gehen Sie in den Werbeanzeigenmanager und suchen Ihre gewünschte Werbeanzeige heraus, welche sie bearbeiten oder verschieben wollen.
2. Löschen Sie die Werbeanzeige aus dem Werbeanzeigemanager komplett heraus.
3. Aktualisieren Sie die Seite (z.B. mit der Taste F5)
4. Ist die Werbeanzeige verschwunden, kehren Sie zu Ihrer Facebookseite zurück.

Ab jetzt können Sie den gewünschten Beitrag wieder bearbeiten oder den Bildupload in ein (anderes) Album verschieben.

Wir hoffen, dass dieser Tipp für Sie hilfreich war

Beste Grüße
Cem & Sascha

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Facebook Live jetzt für alle Fanpages

Sascha Tebben Facebook Leave a Comment

Facebook Live Symbol Anleitung

Facebook Live Symbol

Facebook hat das neue Update zu “Facebook Live” veröffentlicht

Soeben wurde das Update noch einmal für deutsche Fanpages optimiert. Das Facebook Live Update ermöglicht es nun allen Administratoren einer Fanpage, ab sofort Livestreams zu senden – OHNE, dass man dafür extra verifiziert sein muss, bzw. ohne den blauen Haken besitzen zu müssen. Die einzigen beiden Voraussetzungen sind aktuell, dass man die “Seitenmanager” App nutzt (denn nur darüber können Livestreams auf der Fanseite gestartet werden) und bis dato können aktuell auch nur iPhone Nutzer diese Funktion nutzen. Androidgeräte sollen in naher Zukunft auch noch nachrücken.

✪ So wird Facebook-Live gestartet:

– Öffnen der Seitenmanger-App
– Klick auf das Symbol, um einen Beitrag zu posten
– Klick auf das neue LIVE Symbol rechts (siehe Bild)
– Titel/Thema des Livestreams eingeben
– Live geht’s ! 😉

✪ Warum ist die Livestream-Funktion so wichtig?

– direkte Verbindung zu Zuschauern / Fans / Kunden aufbauen
– Relevanz / Wichtigkeit bei Facebook steigern
– Livestreams können auch später noch angesehen werden
– Livestreams funktionieren bis zu 30 Minuten am Stück
– Eigene “Videos” haben generell mehr Reichweite als Bilder oder Links
– Personen können die Fanpage und die Livestreams abonnieren

✪ Was gibt es beim Facebook-Livestream zu beachten?

Wie so oft ist weniger meist mehr. Häufige Livestreams können sich nämlich auch negativ auswirken. Es sollte also darauf geachtet werden, auch für diese Funktion ein gesundes Mittelmaß zu finden. Desweiteren wird eine Verbindung per LTE oder im besten Fall per WLAN empfohlen. Der Livestream wird nach Beendigung der Übertragung in der Chronik gespeichert – kann aber natürlich auch nachträglich gelöscht werden.
Facebook findet es gut, wenn Personen eine längere Zeit auf einer Fanpage unterwegs sind.
Angenommen Herr Müller Meyer Schulze surft oft oder lange auf der Fanseite: Facebook stuft diese Seite dann als relevant ein und wird somit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Zukunft mehr Reichweite erzielen (weil hier scheinbar interessanter Inhalt geliefert wird – ansonsten würden die Besucher sich nicht so lange auf der Facebook Fanpage aufhalten). Im Endeffekt muss jeder selber entscheiden, ob ein Livestream für die Seite gut oder eher weniger gut ist – aber es ist eine tolle neue Möglichkeit, die Bindung zu seinen Fans / Kunden zu pflegen.

 

✪ UPDATE | 21.03.2016

Wie wir herausgefunden haben scheint es so zu sein, dass wenn man paar Mal einen Livestream von einer halben Stunde gemacht hat, dass man dann automatisch so freigeschaltet wird, dass man dies auch bis zu einer Stunde überziehen kann. Facebook kontrolliert scheinbar, welche Relevanz Euer Livestream hat (Betrachter, Betrachtungslänge, Aufrufe und so weiter). Das längste was wir bislang gesehen haben, waren Livestreams von über 90 Minuten mit zeitgleich 800 Betrachter. Da ist also definitiv Potenzial nach oben für jeden Streamer 🙂

Probiert es aus & Viel Spaß
Cem & Sascha

P.S.: Mehr dazu wird in unseren Facebook Intensiv Workshops verraten: www.tebben-consulting.com/facebook-intensiv-workshop/

Der Spielveränderer

Sascha Tebben Interviews Leave a Comment

Markus Euler ist einer der Top-Experten zum Thema “Vertrieb” via Facebook, XING, Twitter und Co. Ihn und seine Ideen jedoch auf die virtuose Bedienung sozialer Medien zu reduzieren, würde ihm nicht gerecht. Wie komplex sein Blick auf die Möglichkeiten erfolgreicher Vertriebsarbeit ist und der Neukundengewinnung ist, zeigt er in seinem kürzlich erschienenen Buch “SalesUpgrade”. Bei Amazon steht es im Ranking unter den Top10 der Verkaufsbücher.

Tebben: Herr Euler, Sie nennen sich “Der Spielveränderer”. Ist Verkaufen für Sie ein Spiel?

Markus Euler: Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er seinen Beruf oder sein Leben grundsätzlich einordnet. Ich verfolge einen spielerischen und professionellen Ansatz. Die „spielerische Herangehensweise“ lässt Kreativität, Emotion und „Spielräume“ zu. Neben der Ratio spielt auch der Umgang mit der eigenen Intuition und der Gefühlswelt eine wichtige Rolle bei den täglichen Herausforderungen und Entscheidungen im Verkauf. Denken Sie einfach mal an Ihre große Tochter, wie viel Energie und Spaß beim spielerischen Umgang entstehen und wie flexibel und veränderungsfähig wir selbst als Kinder waren. Und heute? Viele tun immer wieder das Gleiche und sind mit den Ergebnissen unzufrieden. Dabei wissen wir, dass wenn wir immer wieder das Gleiche tun, wir immer weiter die gleichen Ergebnisse erzielen werden. Auch die führenden Gehirnwissenschaftler, zum Beispiel Prof. Gerald Hüther betonen immer wieder, das eine zu rationale und regelorienterte Grundhaltung nicht geeignet ist, um komplexe Probleme zu lösen. Verkaufen sehe ich als eine komplexe Herausforderungen, die mit einer spielerischen UND professionellen Grundhaltung am besten gelöst werden kann.

Tebben: Ich vermute mal, dass die “Mailing-Aktion” an Tausende Adressaten ausgedient hat. Wie muss man sich heute die Vertriebsarbeit via Internet und Social Media vorstellen?

Markus Euler: Digitale Kanäle sind wichtige Hilfsmittel, die es Unternehmen und Verkäufern heute so leicht wie noch nie machen, sich selbst darzustellen und Kompetenz zu beweisen. In erster Linie geht es darum, durch entsprechenden Content die eigene Person und das Know-how zu demonstrieren, was schlussendlich vom Kunden auf das Angebot übertragen wird. Content- und Personenmarketing ermöglichen es dem Kunden VOR dem Kauf zu beweisen, dass man in der Lage ist als Mensch und Unternehmen das zu bieten, wonach der Kunde sucht;     was seine Werte und Nutzen anspricht. Insbesondere im Dienstleistungsbereich. Das Prinzip heißt: Erst geben, dann nehmen. Indem man den potentiellen Kunden im Entscheidungsprozess bereits einen Mehrwert liefert und nicht erst beim Kauf. Zwei wunderbare Beispiele sind hier der (in der Social-Media-Welt) wohl bekannteste Malermeister Werner Deck (https://www.facebook.com/malerdeck?fref=ts)und der Fotograf Calvin Hollywood (https://www.facebook.com/CalvinHollywood?fref=ts). Beide bieten kostenlos wertvolle Tipps, Videos und Hilfestellungen, die sich andere Anbieter bezahlen lassen. Sie führen einen echten Dialog mit ihrer Zielgruppe. Warum tun das die beiden? Das ist doch klar: Weil Sie zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung dann die „Nummer 1“ im Kopf des Interessenten sind. Darüber hinaus bietet ein intelligentes Social-Media-Konzept auch die Möglichkeit, sich relativ einfach einen Sales-Funnel aufzubauen und den potentiellen Kunden über einen interessanten Aufhänger oder kostenlosen Content auf Landing-Pages zu führen und dort Kundendaten von kaufbereiten Interessenten zu erhalten.

Tebben: Der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen ist doch ein sehr umfangreiches Thema. Es hängt vieles vom Produkt selbst ab, von der Zielgruppe, von logistischen Gegebenheit und so weiter. Ist es da möglich – ich formuliere es mal etwas provokant – dem Leser oder Seminarteilnehmer Rezepte an die Hand zu geben?

Markus Euler: Da haben Sie absolut Recht Herr Tebben. Deshalb tue ich mich auch besonders schwer, wenn es um allgemeingültige Rezepte geht. Jeder muss seinen eigenen Weg in Bezug auf sich, seine Produkte und seine Zielgruppe finden und das möglichst glaubwürdig. Aber es gibt nun mal einige Dinge, die erfahrungsgemäß eher funktionieren oder eher weniger. Und Kreativität sowie UN-gewohnte Vorgehensweisen sind durchaus erwünscht, in vielen Märkten sogar erforderlich, um sich überhaupt vom Wettbewerb abzugrenzen. Die erfolgreichsten Verkäufer sind sowieso diejenigen, für die Regeln nicht in Stein gemeißelt sind und die viel Spaß daran haben, aus dem „Normalen“ auszubrechen. Nur so konnte DELL den ersten Direktvertrieb von Computern realisieren, nur deshalb können Sie sich heute Ihr Müsli selbst zusammenstellen und sich nach Hause liefern lassen. Eines steht aber immer im Vordergrund: Die Qualität der Kommunikation nach Innen und Außen.

Tebben: Viele Konsumenten beschweren sich ja auch über die zunehmende Anonymisierung beim Kauf von Produkten. Kann Online-Vertrieb via Social Media die persönliche Beratung ersetzen? Und wenn nein – wie kann man ggfs. beides kombinieren?

Markus Euler: Persönliche Beratung ist nicht zu ersetzen. Das Internet kann nicht beraten, es liefert nur Informationen.- Statt „Entweder-oder“ gilt hier „Sowohl-als-auch“. Bei der Auswahl von Standard-Produkten kann „online“ den Kunden unterstützen und wichtige Entscheidungshilfen geben. Der Kaufprozess geht dann quasi von selbst und mit intelligenten Prozessen entsteht ein sehr geringer Aufwand für das Unternehmen. Das funktioniert aber nur, wenn man sehr genau das Kundenverhalten analysiert, Schwachstellen beseitigt und dem Kunden das Einkaufen wirklich einfach macht. Sonst lässt der Kunde seinen gefüllten Warenkorb einfach zurück und klickt sich zum nächsten Anbieter. Der größte Nutzen für Unternehmen und Verkäufer in Social Media besteht darin, dass der Kunde von sich aus den Kontakt sucht, sich persönlich beraten lässt (telefonisch, im Chat oder am „Point-of-Sale“) und damit die beste Lösung gemeinsam mit dem Anbieter findet.

Tebben: Sollten nach Ihrer Auffassung die Verkäufer dem Bedürfnis der Kunden, zunehmend via Internet zu kaufen, nachkommen? Oder müssen sich die Konsumenten an einen immer größeren Raum einnehmenden Online-Markt gewöhnen?

Markus Euler: Verstehe den zweiten Teil der Frage nicht so ganz,  bitte gib´mir da noch mal Input

Tebben: Welche Rolle spielen die sozialen Medien in Ihrem Konzept?

Markus Euler: Nun ja, als Trainer, Coach oder Redner verkaufe ich einzig und allein meine Person. Die sozialen Medien nutze ich, um nach Außen die Wahrnehmung zu erzielen, die meinen (potentiellen) Kunden hilft die Entscheidung zu treffen, ob ich der Richtige für sie und ihr Unternehmen bin. Es ist eine Mischung aus hochwertigem Content meiner Podcasts (www.abenteuer-verkaufen), Informationen zu mir und meiner Arbeit (www.markus-euler.de) und Einblicke in mein privates Leben (https://www.facebook.com/markus.euler) sowie meine Erlebnisse im täglichen Business (https://www.facebook.com/Verkaufscoach?ref=hl).  Diese und weitere Kanäle (Twitter, GooglePlus, Instagram usw.) ergeben das Bild, welches persönlich und beruflich den Dienstleister Markus Euler so darstellt, wie ich wirklich bin. Mit allen Facetten, Ecken und Kanten.

Tebben: Wie sieht der Markt aus Ihrer Sicht in 30 Jahren aus? Werden wir ihn im Seniorenalter noch verstehen?

Markus Euler: Ach Herr Tebben, ich bin a) froh, wenn ich das noch erleben darf und b) reicht heute wohl schon der Blick auf 2020 aus, um von Zukunft zu sprechen. Die Digitalisierung geht unaufhörlich weiter, sie ist fester Bestandteil unseres Lebens, beruflich wie privat. Und das ist in der Summe auch gut so, denn das Leben ist tatsächlich einfacher, schöner und auch sicherer durch sie geworden. Aber egal mit welchen technischen Hilfsmitteln wir in fünf oder 30 Jahren arbeiten: Wirklich guter Kundenservice und Verkauf wird auch dann noch von Mensch zu Mensch gemacht. Einer meiner Chefs hat gesagt: Wenn Du einen Kunden anrufen kannst, anstatt ihm eine Mail zu schreiben, dann rufe ihn an. Wenn Du einen Kunden persönlich treffen kannst, anstatt ihn anzurufen, dann treffe ihn persönlich. Sie sind ja gefragter Experte im Bereich Social Media und trotzdem verbringen Sie viel Zeit im persönlichen Kontakt auf Netzwerktreffen, Vorträgen, mit Kunden und Interessenten. Das wird so bleiben und diese Zeit erkaufen wir uns eben durch die Nutzung von schnellen und hilfreichen Medien und technischen Hilfsmitteln.

Herr Euler, ich danke Ihnen für das Gespräch!

Zur Person: Mit der Erfahrung aus 15 Jahren Vertrieb trainiert Markus Euler seit über 10 Jahren Verkäufer und Führungskräfte von DAX-Unternehmen, Mittelständlern und Global Playern. Mit seinem einzigartigen Trainings- und Coaching-Konzept setzt er da an, wo Standard-Trainings aufhören. Er sensibilisiert seine Kunden für die wirklichen Herausforderungen im Verkauf: Das eigene „Spiel“ zu analysieren, die Wirksamkeit der eigenen Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und immer wieder neu zu justieren. Mit einer spielerischen Haltung flexibel zu bleiben und dem Kunden neue Perspektiven aufzuzeigen und Denkanstöße zu liefern. Verbindlich und auf Augenhöhe dem Kunden das zu bieten, was dieser in den heutigen von Discount und Mee-too-Produkten geprägten Märkten kaum noch findet: einen Verkäufer, der dem Kunden einen Mehrwert bietet, der weit über das Produkt oder die Lösung hinausgeht. Ein Experte, der dem Kunden durch seine Erfahrung und sein Wissen zur Seite steht und ihm hilft, die Entscheidungen zu treffen, die sein Geschäft wirklich voranbringen. Markus Euler ist mehrfacher Buchautor, Referent an diversen Wirtschaftshochschulen und gefragter Speaker.