Facebook Advertising und das neue Apple iOS 14

Inwiefern betrifft es Dich? Welche Einschränkungen haben Werbetreibende und was kannst Du dagegen tun?

iOS 14 – Neues Apple Update

Anfang 2021 hat Apple für alle Geräte mit iOS 14 eine Tracking Opt-In eingeführt.
Was heißt das genau?
Um den Apple Usern noch mehr Privatsphäre zu gewährleisten, hat Apple für alle Apps, die Daten erfassen, eine Opt-In Abfrage beim Start der jeweiligen App eingeführt. Hier kann der Nutzer auswählen, ob er in der jeweiligen App und auf ausgehenden Websites getrackt werden soll oder nicht.

In Bezug auf Facebook- und Instagram-Werbung ist sich Facebook schon sicher: Die Einschränkungen im Business Manager für Werbetreibende werden einheitlich stattfinden. Das heißt, dass auch Android User eingeschränkt targetiert werden.

Welche Änderungen gibt es?

Diese Änderung hat für den User erstmal keine großen Nachteile, außer vielleicht die Tatsache, dass er weniger personalisierte Werbung in Zukunft erhalten wird. Für die Werbetreibenden bedeutet das neue Update allerdings viele Veränderungen. Das heißt nicht, dass Werbung auf Facebook oder anderen Social-Media-Plattformen für Unternehmen nicht mehr möglich ist, es ist einfach nur schwieriger.
Im Folgenden werden wir Dir die größten Änderungen für Werbetreibende vorstellen und wie Du Dein Unternehmen dafür wappnen kannst. 

 

Die größten Änderungen im Facebook Business Manager:

  • Facebook hat große Änderungen am Attributionsfenster vorgenommen. Statt 28-Days-Klick jetzt nur noch 7-Days-Klick. Das heißt, wenn ein Kunde am Freitag auf eine Anzeige geklickt hat und in der darauffolgenden Woche am Samstag mit dem jeweiligen Unternehmen interagiert bzw. einen Kauf tätigt, kann diese Conversion nicht mehr eindeutig zugewiesen werden. Vorher war dies 28 Tage verfolgbar.
  • Es werden weniger Conversion-Events getrackt. Käufe, Leads oder andere Conversions können nicht mehr genau verfolgt werden, dadurch sinkt der ROAS (Return of Advertisement Spend).
  • Pro Domain sind nur noch 8 Conversion Events möglich. Allerdings haben wir selten mehr gebraucht, um auf Facebook und Instagram eine zielgruppenorientierte Auswertung zu erstellen.
  • Conversions werden nicht mehr nach Alter, Geschlecht etc. getrackt.

Im Facebook Events Manager kann man ab sofort noch nur 8 Events tracken. Und diese  nicht gleichzeitig. Es ist notwendig, eine Priorisierung der Events einzurichten und so für eine Anzeigengruppe das für das Ziel wichtigste Event auswählen. Vorher war es so, dass bei einem Nutzer alle Events getrackt worden sind, wie z.B. ein Pageview, ein Lead und viele mehr. Wenn man nicht weiß, was der User vor dem Kauf getan hat, wird es schwierig, potenziellen Kunden eine perfekte Customer Journey zu getalten. Wenn der Nutzer das Tracking erlaubt, werden alle 8 Events getrackt.

 

Was sagt Facebook dazu?

Facebook hat direkt reagiert: Aggregated Event Measurement oder AEM. Durch AEM können Werbetreibenden, obwohl ein User das Tracking verweigert, eine kleine Menge an relevanten Daten erfassen und diese nutzen. Allerdings sind diese Daten sehr rudimentär und können längst nicht so viel Aufschluss geben, wie wenn der User das tracking erlaubt. 

Was kannst Du als Werbetreibender dagegen unternehmen?

Eins steht fest: Es ist nicht möglich, dieser Veränderung aus dem Weg zu gehen und so weiter zu machen wie bisher. Werbetreibende sollten ein paar Dinge beachten und umsetzen, um keine riesigen Kosten zu verursachen. 

 

  • Zuallererst sollte jede Domain, die mit einem Werbekonto bzw. Unternehmen auf Facebook verbunden ist, verifiziert werden. Ohne Verifizierung gibt es keine Events und es werden keine Daten erfasst.
  • Jede Kampagne sollte so ausgerichtet und konfiguriert werden, dass sie zu dem jeweiligen Ziel passt. Das heißt, die Events müssen priorisiert werden.
  • Bestehende Daten sollten exportiert bzw. gesichert werden, damit man sich auf das neue Attributionsfenster vorbereiten kann.
  • Nicht erschrecken: Der ROAS wird sehr wahrscheinlich in den nächsten Tagen/Wochen sinken.
  • Kampagnen, die aktuell laufen und vor der Veränderung erstellt worden sind, sollten überdacht und an die Gegebenheiten angepasst werden.
  • Kennzahlen und allgemeine Daten können in Zukunft ungenau ausfallen.

FAZIT


Werbetreibende und Unternehmen sollten sich schnellstmöglich mit diesem Thema auseinandersetzen und bestehende sowie neue Kampagnen an die Veränderungen anpassen. Es ist kein Weltuntergang und die Daten, die trotz Opt-Out getrackt werden, können bei einer richtigen Strategie und Umsetzung sehr hilfreich für die Auswertung und Optimierung der Werbeanzeigen sein.

Wenn du detailliertere Fragen zu dem iOS 14 Update hat, kannst du dich gerne bei uns melden und wir versuchen dir so gut wie möglich zu helfen.

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