Die Welt der virtuellen Influencer

Veröffentlicht am:
16.01.2023

Influencer Marketing hat sich in den letzten Jahren zu einer bedeutenden Marketing-Strategie entwickelt. Unternehmen setzen verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Personen, die in den sozialen Medien eine große Reichweite haben und dadurch die Meinung und das Verhalten ihrer Follower beeinflussen können. Doch in der Welt der Influencer hat sich ein neuer Trend entwickelt, der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt – die virtuellen Influencer.

1. Was sind virtuelle Influencer

Virtuelle Influencer sind computergenerierte Avatare, die als Influencer in den sozialen Medien auftreten. Sie sehen täuschend echt aus und nehmen ihre Follower mit in ihren virtuellen Alltag. Dabei handelt es sich um vollständig programmierte digitale Persönlichkeiten, die von Menschen oder Unternehmen entwickelt und gesteuert werden. Diese virtuellen Influencer haben eine große Anhängerschaft und können erfolgreich als Modelle, Musiker oder Werbegesichter auftreten.

Ein Beispiel für einen bekannten virtuellen Influencer ist Miquela Sousa, auch bekannt als „Lilmiquela“. Sie wurde 2016 von einem Start-up in Los Angeles gegründet und hat seitdem eine beeindruckende Karriere gemacht. Miquela hat Millionen von Followern auf Instagram und arbeitet mit beliebten Luxusmarken wie Prada, Chanel und Gucci zusammen. Sie ist auch als Sängerin erfolgreich und engagiert sich für soziale Projekte.

2. Virtuelle Influencer in Deutschland

Der Trend der virtuellen Influencer ist nicht nur in den USA präsent, sondern hat auch in Deutschland Fuß gefasst. Ein Beispiel dafür ist Noonoouri, ein Avatar, der von Joerg Zuber, ein Grafikdesigner aus München, geschaffen wurde. 

Zuber wurde von seiner Liebe zur Mode und seinem Kindheitstraum, eine digitale Figur zu erschaffen, inspiriert. Er betrachtet Mode als Symbol für Freiheit und wollte, dass Noonoouri genau das verkörpert. 

Noonoouri wurde vor sieben Jahren ins Leben gerufen und hat mittlerweile mehr als 400.000 Instagram-Follower. Sie arbeitet mit bekannten Modemarken zusammen, darunter Marc Jacobs, Dior und Versace und ist zudem bei der renommierten Modelagentur IMG Models unter Vertrag.

Sie setzt sich für eine vegane Lebensweise, nachhaltige Mode und Tierrechte ein. Noonoouri ist nicht nur ein Modevorbild, sondern auch eine Befürworterin für Umweltschutz und Feminismus, was sie zu einer einflussreichen Stimme in der virtuellen Welt macht.

3. Die Faszination der virtuellen Influencer

 

Virtuelle Influencer verkörpern eine Mischung aus Realität und Fiktion. Obwohl sie zu 100 % computergeneriert sind, haben sie individuelle Persönlichkeiten, interessante Geschichten und teils wichtige Botschaften. Hinter jedem virtuellen Influencer steht ein Team von Menschen, die die Figur zum Leben erwecken. Der Aufwand, sowohl menschlich als auch technologisch, ist enorm groß.

Die Entwicklung virtueller Influencer ist noch nicht perfektioniert. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Erstellung virtueller Influencer steht noch am Anfang. Es ist eine komplexe Aufgabe, einen vollständigen Charakter zu erschaffen, der über Soft Skills, Talente, Geschichten und Themen verfügt. Derzeit werden virtuelle Influencer entweder vollständig animiert oder als Bildkompositionen aus computergenerierten Elementen und realen Menschen erstellt.

Die Faszination liegt in ihrer Einzigartigkeit und ihrem Potenzial, die Grenzen zwischen Realität und Virtualität zu verschwimmen. Sie werden häufig in Szene gesetzt, um eine perfekte Welt zu präsentieren, die oft idealisiert und ästhetisch ansprechend ist. Das weckt das Interesse und die Neugier der Follower. Virtuellen Influencern wird gefolgt, weil sie eine faszinierende Alternative zu echten Personen darstellen. Ihre Geschichten und Themen können oft idealisiert und perfektioniert sein, was eine gewisse Faszination und Anziehungskraft auf ihre Follower ausübt.

Oft wird anfangs geheim gehalten, dass virtuelle Influencer nicht real sind. Diese Geheimhaltung verstärkt den Hype und regt die Follower dazu an, über ihre wahre Natur zu rätseln. Das Rätselraten zieht schnell neue Fans an und in kürzester Zeit raten Tausende von Followern darüber, wer die virtuellen Influencer sind und wie sie erstellt wurden.

4. Chancen und Herausforderungen 

 

Die Zusammenarbeit mit virtuellen Influencern bietet Unternehmen neue Chancen im Influencer Marketing. Im Gegensatz zu echten Influencern haben Unternehmen die volle Kontrolle. Sie können deren Eigenschaften, Aussagen und Kooperationen bestimmen. Da sie nicht an physische Merkmale oder geografische Grenzen gebunden sind, können sie Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen erreichen. Dies eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, kostengünstiger ihre Reichweite zu vergrößern und neue Märkte zu erschließen.

Es ist durchaus möglich, dass Unternehmen eigene virtuelle Influencer erschaffen, um die volle Kontrolle über sie zu haben. Dies würde es Unternehmen ermöglichen, die Verantwortung für die verbreiteten Inhalte zu übernehmen und die virtuellen Influencer an ihre spezifischen Marketingziele anzupassen.

Aber was passiert mit einem virtuellen Influencer über den Zeitverlauf? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Unternehmen mit der Entwicklung virtueller Influencer umgehen könnten:

  • Alterung und Verschwinden: Unternehmen könnten entscheiden, dass die Figur mit ihrer Zielgruppe altern soll und möglicherweise irgendwann aus dem Fokus verschwindet.

  • Neue Charaktere und Zielgruppen: Unternehmen könnten auch neue virtuelle Charaktere erschaffen, die inhaltlich auf den bestehenden Influencer abgestimmt sind. Dadurch könnten neue, angrenzende Zielgruppen einfach erschlossen werden.

Die visuellen Möglichkeiten zur Schaffung neuer Charaktere, wie einer Schwester oder einer Freundin des virtuellen Influencers, bieten Unternehmen die Chance, neue, angrenzende Zielgruppen zu erschließen. Durch die Schaffung neuer Charaktere können Unternehmen die Reichweite und Vielseitigkeit ihrer virtuellen Influencer erweitern, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen.

Die fehlende Authentizität ist jedoch eine Herausforderung bei der Zusammenarbeit mit virtuellen Influencern. Sie haben keine eigene Meinung und werden von Partnern oder Kunden gesteuert. Dies kann dazu führen, dass die Glaubwürdigkeit des virtuellen Influencers infrage gestellt wird. Ein weiteres Risiko ist, dass durch die Förderung virtueller Influencer die Interaktion und Bindung zwischen echten Menschen in der Influencer-Community beeinträchtigt werden könnte.

5. Die Zukunft der virtuellen Influencer

 

Die virtuellen Influencer sind ein aufregender Trend im Influencer Marketing. Sie bieten Unternehmen neue Möglichkeiten, ihre Markenbotschaften zu verbreiten und mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten. Allerdings stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung, und es bleibt abzuwarten, wie sich virtuelle Influencer weiterentwickeln werden.

Es ist wichtig, die Potenziale und Herausforderungen der virtuellen Influencer genau zu analysieren und die Zusammenarbeit sorgfältig zu planen. Die Technologie rund um virtuelle Influencer wird sich weiterentwickeln, und es wird spannend zu sehen sein, wie Unternehmen diese neuen Möglichkeiten nutzen werden.

Virtuelle Influencer sind eine neue Form des Influencer Marketings, die die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lassen. Sie bieten Deinem Unternehmen neue Chancen, ihre Markenbotschaften zu verbreiten und mit Deiner Zielgruppe in Kontakt zu treten. Die Zusammenarbeit mit virtuellen Influencern erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und die transparente Offenlegung des Einsatzes zukünftiger Technologien. 

Es ist noch nicht der Zeitpunkt, zu dem Virtual Influencer ein integraler Bestandteil jeder Marketingkampagne sein müssen. Experimentierfreudige Unternehmen sollte sich jedoch bereits jetzt mit dem Thema beschäftigen. 

Die Zukunft des virtuellen Influencers ist vielversprechend, und es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Trend weiterentwickeln wird.

Über den
Autor

Laura Grikscheit

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hendrik Kiewied SEO Manager bei Tebben Consulting

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