Beeinflusst Social Media SEO-Rankings?

Melina Hartwig Facebook BLOG, SEO Leave a Comment

Google und Facebook dominieren den weltweiten Werbemarkt. Rund 70% der weltweiten, digitalen Werbebudgets gehen an diese beiden Unternehmen. Doch beeinflussen sich Maßnahmen in diesen beiden Vermarktungskanälen eigentlich auch gegenseitig? In diesem Fall nehmen wir die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Facebook als Stellvertreter für Social Media genau unter die Lupe.

Was sind Social Signals?

Ein Beispiel für Social Signals auf Facebook

Social Signals oder zu Deutsch soziale Signale von Facebook sind einfach gesagt “Gefällt mir”-Angaben, Kommentare oder das Teilen eines Beitrags. Wir können hierunter sicherlich auch das Posten eines Links zu einem Beitrag auf einer Website zählen. Hier schließt sich dann auch der Kreis zu den organischen (nicht bezahlten) Suchergebnissen bei Google. Schließlich sind Backlinks der stärkste OffPage-Rankingfaktor. Müssten diese von einer so starken Website wie Facebook nicht einen immensen Einfluss auf die Suchergebnisse meiner eigenen Seite besitzen?

Besitzt Facebook direkten Einfluss auf SEO?

Google und Facebook: Partner oder Konkurrenten?

Insgesamt hält sich Google bezüglich dieser Frage sehr bedeckt, verneint dies im Subtext jedoch zumeist. Aussagen, wie “am meisten überschätztes Rankingkriterium” (Matt Cutts), lassen darauf schließen, dass Google Social Signals nicht oder nur minimal bewertet. Wir gehen sogar weiter und behaupten: Google will diese auch überhaupt nicht bewerten! Oder wer glaubt wirklich daran, dass sie den großen Konkurrenten Facebook massiv fördern wollen, indem Social Signals eine große Bedeutung erhalten? Wir nicht! Zudem dürfte sich die technische Umsetzung derzeit als relativ schwierig gestalten, da ja auch weitere Signale, wie Kommentare, Likes oder Shares gewertet werden müssen, um die Qualität der Backlinks zu ermitteln.

Doch warum hält sich Google dann so bedeckt und redet nicht einfach tacheles? Die organischen Suchergebnisse sollen maximal neutral sein und einfach nur die besten Websites für die jeweiligen Suchanfragen wiederspiegeln. Würden konkurrierende Websites, wie zum Beispiel Facebook, benachteiligt werden, müsste sich Google die Frage nach der eigenen Glaubwürdigkeit gefallen lassen. Aus diesem Grund dürfte es auch in Zukunft keine deutliche Auskunft hierüber geben.

Wo beeinflusst Social Media die organischen Suchergebnisse positiv?

Bei Suchanfragen, die die jeweilige Brand beinhalten, erscheint die Facebook-Seite der Marke bei entsprechender Größe an zweiter Stelle hinter der eigenen Website. Hier gibt es zwei Faktoren, die ihrem Unternehmen großes Vertrauen aus Sicht des Suchenden schenken.

Das Suchergebnis der Facebook Seite von Tebben Consulting, nachdem nach Tebben Consulting gesucht wurde.

  1. Sterne-Bewertungen: Kunden und Fans der Marke bewerten die jeweilige Facebook Seite mit einem (schlecht) bis fünf (fantastisch) Stern(en). Dieses Ergebnis, inklusive der Anzahl der Bewertungen, zeigt dem Suchenden, dass es sich um ein echtes Unternehmen mit (hoffentlich) positivem Kundenfeedback handelt. Übrigens ist es oft besser, auch mal eine Bewertung unter fünf Sternen zu erhalten. Dies überzeugt Kunden, dass die Rezensionen authentisch sind und echte Erfahrungen mit der Marke widerspiegeln. Schließlich machen User im Netz eher ihrer Wut Luft, als dass sie etwas Positives anmerken und am Ende des Tages verleihen ein oder zwei negative Feedbacks so der Facebook Seite Authentizität und Glaubwürdigkeit. Gleichermaßen ist es für potenzielle Kunden interessant, wie das jeweilige Unternehmen auf negative Bewertungen und Kritik reagiert. Hier ist Spielraum, um zu beweisen, dass der Kunde König ist und die Kritikfähigkeit überwiegt.
  2. Anzahl “Gefällt mir”-Angaben: Besitzt eine Facebook Seite nur fünf oder zehn Fans, so sagt das natürlich nur sehr wenig über das Unternehmen aus. Hat die Seite jedoch 500 Follower oder mehr, dann sieht der Suchende, dass die Marke bekannt ist und eine Community besitzt.

Es gab in der Vergangenheit imme wieder Studien, die versucht haben, Social Signals einen direkten Einfluss auf die Rankings der organischen Suche nachzuweisen, doch schaut man sich diese genauer an, stellt sich schnell heraus, dass der Einfluss meist bekannte Marken trifft, die eben auch eine extrem große Fanbase besitzen. In der Regel lässt sich dies dann auf die oben genannten Gründe zurückführen.

Fazit

Auch wenn Facebook und SEO nicht direkt Hand in Hand gehen, erhöht eine professionell geführte, gut gefüllte Fanpage mit Followern und Interaktion das Vertrauen in die jeweilige Marke extrem. Gute Markenbildung versorgt Unternehmen zudem nicht nur mit Neukunden, sondern besitzt den Effekt, dass wiederkehrende Abnehmer einen Großteil des Unternehmenserfolgs ausmachen.

 

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